Facebook zwingt allen seine Chronik Timeline auf ![]() Die umstrittenen interaktiven Lebensläufe sind auf Facebook bald nicht mehr freiwillig. Das Soziale Netzwerk gibt den Nutzern sieben Tage Zeit. Facebook-Chronik - Das Sammelalbum Ihres Lebens: Mit Timeline, zu Deutsch Chronik, erstellen Sie Ihren Lebenslauf auf Facebook. Einmal angelegt, speichert die Chronik automatisch alle Ihre Facebook-Aktivitäten. Auf Wunsch befüllen Sie die Timeline auch mit Ereignissen, die vor Ihrem Beitritt ins Netzwerk stattgefunden haben. Mark Zuckerberg geht als Beispiel voran: Der Facebook-Gründer zeigte bei der Vorstellung seiner eigenen Chronik Kinderfotos. Als die Chronik im Dezember eingeführt wurde, war ihre Nutzung noch freiwillig. Doch schon damals hagelte es Bedenken und Kritik. In der Chronik können Nutzer die Einträge ihrer Freunde auch über Jahre zurück abrufen – und dabei gezielt in Jahren oder auch Monaten nachschlagen. Seit Mark Zuckerberg im Jahr 2004 Facebook ins Leben rief, tauschen sich dort Menschen untereinander aus. Inzwischen teilen auf dem Portal allein gut 20 Millionen Bundesbürger per Statusmeldungen ihre Erlebnisse mit und zeigen Freunden und Bekannten ihre Fotos. Während bisher lediglich auf der persönlichen Startseite die neuen Einträge der eigenen Freunde einsehbar waren, können Nutzer ihre Freunde nun in der Chronik auch in den Erlebnissen stöbern lassen, die Jahre zurückliegen. Die Chronik gleicht damit einem Lebenslauf. Stellt ein Nutzer die Möglichkeit nicht ab, so wird unter anderem auch sichtbar, wann er sich mit anderen Nutzern via Facebook befreundet hat. Außerdem versucht Facebook, über die interaktiven Lebensläufe an historisches Material seiner weltweit gut 800 Millionen Nutzer zu gelangen: Sie haben nun die Möglichkeit, Fotos aus ihrer eigenen Vergangenheit nachzutragen – bis zur Geburt. Sieben Tage bis zur Umstellung Die deutsche Facebook-Sprecherin Tina Kulow betonte, jede und jeder hat sieben Tage, um sich mit der Chronik hoffentlich anzufreunden. Dahinter steht, dass die Plattform die klassischen Profile nicht von einer Sekunde auf die andere umstellt, sondern jedem Nutzer per Vorwarnung eine Woche Zeit gibt, seine persönliche Chronik zu bearbeiten. Nutzer können Einträge dabei bewusst verbergen und haben auch nachträglich die Option, Elemente in der Chronik auszublenden. Daten- und Verbraucherschützer hatten bereits vor der Chronik gewarnt, als Nutzer diese noch freiwillig aktivieren konnten. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hatte damals im Dezember 2011 bemängelt, Facebook-Mitglieder stünden nun noch stärker in die Pflicht, alle veröffentlichten Daten, vor allem auch längst vergessene Einträge aus der Vergangenheit, aktiv zu kontrollieren und das eigene Profil regelmäßig aufzuräumen. Kommentare Bitte anmelden oder registrieren um ein Kommentar zu hinterlassen. CLICK HERE TO ENABLE FACEBOOK | Top Themen Aktuelle Nachrichten |