Eine kürzlich erstellte Studie der Beobachtungsstellen für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) in Lissabon hat ergeben, dass im Jahr 2010 41 neue Drogen in Europa eingeführt wurden.
2008 waren es noch 13. Insgesamt beläuft sich die Zahl seit 1997 auf 140 neue psychoaktive Substanzen. Unter den neu entdeckten Drogen waren elf neue synthetische Cannabinoide, ein synthetisches Kokain sowie ein Ketaminderivat. Die Produktion erfolgt größtenteils in China und wird übers Internet oder in Head-Shops vertrieben.
Angeboten werden diese dann legal als Badesalze oder Lufterfrischer. Die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmann warnt, da die gesundheitlichen Risiken beträchtlich und die Sicherheit der Substanzen nicht bekannt sei. Die Drogen können Kreislaufversagen, Ohnmacht, Psychosen, Wahnvorstellungen, Muskelzerfall bis hin zu drohendem Nierenversagen verursachen.